Stabilisatoren und Entwicklungshelfer

… für mich gibt es zwei Sorten von Hunden. Die einen kommen in Dein Leben um Dir Halt zu geben, Dich zu stabilisieren und die anderen sind da, um Dich in Deiner Entwicklung voran zu bringen.

Die Stabilisatoren oder Trägerhunde sind einfach nur da, mit ihnen gehst Du durchs Leben. Diese Hunde haben einen hohen Grundanstand und haben keine Verhaltensauffälligkeiten. Eine Hundeschule zu besuchen ist überflüssig. Geht man dennoch hin, sind es die Hunde, die immer alles „richtig“ machen. Sie sind an Deiner Seite, suchen Deine Nähe, legen sich zu Dir, wenn es Dir nicht gut geht. Diese Hunde bringen Stabilität und Sicherheit in Dein Leben. In deren Gegenwart kann sich Dein Nervensystem entspannen und Du kommst damit in Berührung, wie sich ein sicherer, bedingungsloser Kontakt anfühlt. Die Gefühle für die Stabilisatoren bewegen sich in einem konstanten Bereich von Liebe, Dankbarkeit und Wertschätzung. Diese Hunde neigen meiner Beobachtung nach häufiger zu Krankheiten. Krankheiten haben immer eine seelische Ursache. Meist ist die Ursache im Energiefeld, in dem sich der Hund aufhält, zu finden. Die angestauten Energien des Menschen manifestieren sich im Körper des Hundes. Diese Hunde neigen häufig zu Allergien, Erkrankungen des Magen- Darm Traktes, Lipome, Krebs. Dazu empfehle ich das Buch Der Schlüssel zur Selbstbefreiung von Christiane Beerlandt.

Die Enwicklungshelfer kommen in Dein Leben, wenn Deine Seele bereit ist, sich weiterzuentwickeln, selbst wenn Dein Verstand und all Deine Schutzprogramme anderer Meinung sind.
Der Entwicklungshelfer kennt jedes Thema, jede Verletzung, jedes Schutzprogramm in Dir und trifft jeden einzelnen Punkt zielsicher wie mit einer Akkupunkturnadel. Im Grunde ist es auch hier überflüssig eine Hundeschule zu besuchen – diesen Hunden ist es einfach egal, welche Trainingsmethode Du anwendest. Sie reagieren einzig und allein auf den Zustand Deines Nervensystems, zuverlässig, gnadenlos und mit Nachdruck. Die Gefühle für den Entwicklungshelfer sind ebenfalls geprägt von einer tiefen Liebe. Das Gefühl der Liebe wandelt sich jedoch schlagartig durch das Verhalten des Hundes ins Gegenteil. Sie holen an die Oberfläche, was lange Zeit verdrängt wurde. Sie bringen das vegetative Nervensystem in den Zustand der Aktivierung und dort sind Wut und Hass zu finden. Gefühle, die wir in den meisten Fällen als Kind nicht fühlen durften. Weil wir nicht gelernt haben, wie wir mit diesen sogenannten negativen Gefühlen umgehen können, ohne dass sie uns oder andere schaden, drücken wir sie als Erwachsene weiterhin weg. Mit einem Entwicklungshelfer ist das nicht mehr möglich.

Ich habe einen Trägerhund und einen Entwicklungshelfer. Der Träger kam in der schwersten Zeit meines Lebens zu mir. Zu einem Zeitpunkt, an dem auf Grund von tiefen Verletzungen die Nähe zu Menschen für mich nicht mehr möglich war. Mit ihm ging ich durchs Leben, ohne dass ich auch nur einen Gedanken an Hundetraining verschwenden musste. Und dann kam mein Entwicklungshelfer, der mich in die tiefsten Schichten meiner Seele geführt hat. Er hat all meine unterdrückte Wut, meinen Hass, meinen Schmerz an die Oberfläche geholt. Trotz der tiefen Liebe für ihn, gab es Momente, an denen ich ihn am Liebsten an der nächsten Autobahnraststätte ausgesetzt hätte. Das habe ich nicht getan, allerdings habe ich Dinge getan, auf die ich nicht stolz bin. Ich habe aus Wut, Hilflosigkeit und Verzweiflung gehandelt. Lange Zeit hatte ich diesbezüglich ein schlechtes Gewissen. Ich habe mich dafür geschämt und verurteilt. Bis ich erkannt habe, dass ich auch diese Gedanken und Gefühle loslassen darf. Mein Hund hat mich nie dafür verurteilt – es lag an mir, auch diesen Ballast los zulassen.